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Gelungenes Ehrenämterbitten zum 150-jährigen Gründungsfest der Feuerwehr

Ihre erste Aufgabe hatten die Schirmherren bereits vor Amtsantritt mit Bravour erfüllt: die Frühlingssonne strahlte vom weiß-blauen Himmel als die FFW Stamsried am vergangenen Samstag zum offiziellen Ehrenämterbitten antrat. Für die Männer und Frauen der Stützpunktfeuerwehr sind diese Wochen neben dem „normalen Dienst“ mit einer Fülle gesellschaftlicher Ereignisse angefüllt, feiert man doch vom 23. bis 27. Mai das 150-jährige Bestehen.

Angeführt von der Stamsrieder Blasmusik und den beiden Festleitern Simon Werner und Thomas Fischer zogen Fest- und Patenverein zunächst zu Festbraut Laura Aschenbrenner in die Pfarrer-Stahl-Straße bevor es zu Festmutter Romana Haberl in den Dammwiesen ging. Nach „bezwingen“ der steilen Pfarrer-Merkl-Straße wurden am Marktplatz schließlich Schirmherrin Barbara Bucher und die Ehrenschirmherrn Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Herbert Bauer und Bürgermeister Bernhard Fischer aus St. Marienkirchen abgeholt. Von hier ging es zum Gerätehaus, wo sich auch alle Festmädchen-, damen und –buben versammelt hatten. Ein schnelles „Ja“ erhoffte sich Festleiter Simon Werner auf seine Bitte um Übernahme der Ehrenämter. Festbraut und Festmutter wollten jedoch erste einen Beweis von den Feuerwehrlern das sie Kraft, Ausdauer, Teamgeist und Verstand vorweisen können. Zwei Aufgaben hatten sich die beiden ausgedacht: nachdem es heuer bereits zum zweiten Mal in Stamsried aufgrund der Baustelle am Marktplatz keinen Maibaum in Stamsried geben wird, wurde den Feuerwehrlern ein „Festmutter- und Festbrautbam“ geschenkt, den es in alter Maibaumtradition aufzustellen galt. Mit vereinten Kräften und allerlei schnell besorgten Schaufelzeug wurde schnell das „Fundament“ für den Festbaum ausgehoben. Unter dem Applaus der zahlreichen Zuschauer wurde das Prachtstück bayerischer Tradition in die Höhe gehoben und steht nun sicher als erster Maibaum im Landkreis vor dem Stamsrieder Feuerwehrhaus. Als zweites galt es noch die Trinkfestigkeit zu beweisen, schließlich hatten der Jubelverein vom Schaufeln einen „Brand“ den es zu löschen galt. Erschwert wurde das trinken des kühlen Gerstensaftes jedoch dadurch das die Gläser auf einem Brett befestigt waren und keine Hände zu Hilfe genommen werden durften. Ganz im Vertrauen auf Festbraut und Festmutter, welche das Brett zum Trinken anhoben, galt es nun möglichst keinen Tropfen zu verschenken, was fast allen gelang. Nachdem auch diese Aufgabe gut gemeistert wurde gab es von Herzen ein lautes, doppeltes „Ja !“ von Festbraut- und Festmutter. „So hammas uns des g`wünscht, und g`hofft und so is etz kemma, dass ihr des Amt der Festmutter und Festbraut duast übernemma. Liebe Laura, liebe Romana, namens aller Feierwehrleit, Herzlichen Dank für euer „Ja-Wort“, des hat uns jetzt wirklich g`freit !“ so Festleiter Simon Werner zufrieden. „ A Schirmherrin gibt’s a ned allzu oft und darum hama ghofft, das Du Barbara de Männerriege unter Kontrolle host.“ ging es weiter zu Schirmherrin Barbara Bucher. Vor dem erhofften „Ja“ hatte jedoch auch sie einen Auftrag: nachdem in Stamsried bald eine Lösung für die Schlauchpflege her muss, stellte sie die Feuerwehrler vor eine Reinigungsaufgabe. Auch Landrat Franz Löffler, der als Ehrenschirmherr gefragt war, freute sich über die souveräne Lösung seiner Aufgabe: das Böhmerwaldlied trällerten die Stamsrieder laut und mehrstimmig in den Abendhimmel, was den Landrat zufrieden „Ja“ sagen lies.„ Mit so einem Festverein kann man zünftig feiern !“ so Löffler nach der Gesangseinlage. Bürgermeister Herbert Bauer bekam seine menschliche „150“ und auch Bürgermeister Bernhard Fischer aus der österreichischen Partnergemeinde St. Marienkirchen schaute zufrieden nachdem er zusehen konnte, das die Stamsrieder stramm marschieren können. Allerdings vergaß man dabei vor lauter Eifer auf den Schlüssel vom Getränkekühlwagen aufzupassen den sich der Patenverein FFW Roding schnappte. Und da es sich ohne Getränke schlecht feiern lässt, gab es zur Auslösung die Zusage dass bei entsprechender Unterstützung der Rodinger beim Jubiläumsfest es eine knusprige Spansau mit zünftiger Nachfeier gibt. Nach dem Dank an alle Ehrenamtsträger für die Zusagen und an die Stamsrieder Blasmusik für die musikalische Begleitung saß man im Gerätehaus noch lange zusammen, pflegte die Kameradschaft und freute sich auf das fünftägige Jubiläumsfest im Mai.

Text: Kathrin Kirsch-Spießl

Foto: Miriam Brenke

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